Gelbes Haus
Das Gelbe Haus steht nahe einer Flussbrücke und zeigt sich als hohes, gelb gestrichenes Handwerkerhaus. Kleine Fenster und ein steiles Dach prägen die schmale Straßenfront. Entlang der schmalen Straße erzählen die unregelmäßigen Wände von mehreren baulichen Veränderungen. Nahes Wasser begleitet den Weg über das Kopfsteinpflaster. Holz- und Steinelemente machen die ältere Konstruktion außen und innen lesbar.
Um 1618 und 1619 entstand das Gebäude für das Tuchmacherhandwerk, mit einem Kellerzugang zum Wasserkanal für die Wollwäsche. Später kamen weitere Wohnräume für die Bewohner hinzu. 177 Jahre lang beherbergte es das evangelische Pfarr- und Gemeindehaus, in dem Pastoren- und Küsterfamilien lebten. Dort probten Chöre und trafen sich Konfirmanden zum Unterricht. Geschnitzte Treppen aus Spätbarock und Rokoko verbinden diese Nutzungsgeschichte mit dem sichtbaren Inneren.
Der denkmalgeschützte Bau bewahrt dadurch mehrere Schichten seiner Vergangenheit. Ein kleiner Pavillon aus dem Jahr 1953 ergänzt das Haus an der Seite. Zuerst diente der kleine Anbau als Blumenladen. Später zeigte er Antiquitäten, während für das Erdgeschoss ein Café und für die oberen Etagen Ferienwohnungen vorgesehen sind. Die Kirchengemeinde nutzt weiterhin verbundene Heizungsanlagen und Einrichtungen.
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