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Forsthaus Willrode

Forsthaus Willrode liegt im Südosten Erfurts im Willrodaer Forst zwischen Egstedt und Schellroda und umfasst einen historischen Gebäudekomplex. Mauern, ein Graben und der umliegende Wald prägen das Bild bis heute.

Seine Geschichte reicht bis ins elfte Jahrhundert zurück und begann während der Rodungszeit. Eine Urkunde nennt den Ort erstmals im Jahr 1204. 1290 übernahm das Erfurter Neuwerkskloster die Anlage, die später durch Claus Hildebrant von Willrode befestigt wurde. Sein Sohn Freidank ergänzte eine Kapelle und ließ mehrere Kunstwerke anfertigen. 1573 verkaufte die Familie das Anwesen an den Erfurter Stadtrat, der die Landwirtschaft zugunsten der Forstwirtschaft veränderte. Ab 1664 diente es als Jagdschloss, wo auch Goethe und Herzog Carl August von Sachsen-Weimar zu Gast waren.

Heute verwaltet die Thüringer Landesforstverwaltung das restaurierte Gelände als kulturellen Veranstaltungsort und Ausflugsziel. Die romanische Kapelle gilt als ältestes und wertvollstes Gebäude der Anlage. Ein Sandsteinrelief schmückt ihren sorgfältig restaurierten Innenraum, während das nach einem Brand von 1745 wiederaufgebaute Haupthaus historische Bauteile bewahrt.

By
Erfurt
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