Cathédrale Notre-Dame-de-la-Platea
Die Cathédrale Notre-Dame-de-la-Platea steht im Herzen der Altstadt von Antibes und gehört zur Architektur der französischen Riviera. Seit 1945 trägt sie den Status eines geschützten historischen Denkmals.
Ihre Geschichte reicht vermutlich bis ins fünfte Jahrhundert zurück. Lokale Überlieferungen nennen an dieser Stelle zuvor einen römischen Tempel für Diana und Minerva. Mehrere Zerstörungen durch Überfälle und Kriege führten zu Wiederaufbauten, deren Spuren das Gebäude heute prägen. Der Chor gilt als ältester noch sichtbarer Teil der Kathedrale. Die Fassade entstand größtenteils beim Wiederaufbau nach der Belagerung von Antibes im achtzehnten Jahrhundert. Drei Schiffe und eine große Orgel bestimmen den Innenraum.
In der Querschiffskapelle zeigt ein Altarbild von Louis Brea aus dem Jahr 1515 die fünfzehn Rosenkranzgeheimnisse. Dieses Werk gilt als Brea’ einzig vollständig erhaltene Darstellung der „Vierge du Rosaire“. Geschnitzte Walnussholztüren von Jacques Dolle zeigen die Schutzheiligen Rochus und Sebastian. Im Chor befindet sich außerdem ein Kruzifix aus dem fünfzehnten Jahrhundert.
Wenige Schritte entfernt liegt das Château Grimaldi, das heute das Picasso-Museum beherbergt. Direkt neben der Kathedrale erhebt sich die etwa dreißig Meter hohe Tour Grimaldi. Die Restaurierungen verbinden romanische Elemente mit einem klassisch italienischen Stil.
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